Umwelt-Tipp Mai 2024

Veröffentlicht am: 1. Mai 2024

Was blüht denn da?

Frisches, zartes Grün zwängt sich aus braunen Knospen. Der Frühling ist hereingebrochen. Die Pflanzen nützen jede Gelegenheit, ihre Pracht zu zeigen. Es blüht, summt und zwitschert um uns herum. Die Natur ist wieder erwacht und wir erfreuen uns an der Blütenpracht.

Die Gartencenter haben Hochkonjunktur. Das Angebot an Blumen ist schier unendlich. Die Gärtnereien haben sie in den vergangenen Monaten kultiviert und nun mit einem riesigen logistischen Aufwand in ganz Deutschland verteilt. Hunderte Lastwagen fuhren die Pflanzen auch über weite Strecken. In der Tat erfreuen wir uns an den bunten und üppigen Blüten. Aber meistens nur für ein paar Wochen und nur, wenn wir fleißig gießen, düngen sowie Unkraut und Schnecken entfernen.
Die überwiegende Anzahl der prachtvoll blühenden Pflanzen sind einjährig. Und leider finden Schmetterlinge, Hummeln, Bienen, Käfer und sonstige Insekten diese Prachtstücke gar nicht anziehend. Sie sind schlicht für ihre Nahrungssuche nicht zu gebrauchen.

Wann waren Sie das letzte Mal im Moor oder auf einer Waldwiese? Da steht nichts in Reih und Glied. Da passen auch die Farben der neben einander stehenden Blüten nicht immer zusammen. Da herrscht Vielfalt, ohne dass jemand jeden Tag zupft und gießt und umgräbt.
Es gibt so viele schöne heimische Blumen und Sträucher, die jedes Jahr ohne unser Zutun in unserem Garten wieder auftauchen. Viele der sogenannten Unkräuter sind in Wahrheit Heilpflanzen und Gewürzkräuter, die entdeckt werden wollen.

Machen Sie mit?

Legen auch Sie eine Wildblumenwiese an als Lebensraum für Insekten und Bienen und eine Freude fürs Auge.

 

 

Bild unten: Dr. Albrecht Garsky
In: Pfarrbriefservice.de

Bild oben: Konrad Wothe