Es ist April. Die Schwalben kommen wieder aus Afrika zurück.
Rauch- und Mehlschwalben sind die häufigsten Arten. Sie nisten gerne unter geschützten Dach- oder Mauervorsprüngen, in Carports, Ställen und Scheunen. Die Nester werden meist über mehrere Jahre genutzt. Die Brutstätten sind ganzjährig durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.
Um den Schwalben das Nisten leichter zu machen, kann man mit einer Sägemehl-Gips-Mischung selbst ein künstliches Nest unterhalb eines Dachvorsprungs oder eines Giebels bauen. Eine Anleitung bietet z.B. der Naturschutzschutzbund Deutschland (NABU): https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/nistkaesten/01086.html
Um die Fassadenverschmutzung möglichst gering zu halten, kann man direkt unterhalb des Nestes ein Brett montieren.
Wer den Nestbau den Schwalben überlassen will, kann bei der immer schwieriger werdenden Baumaterialsuche Hilfestellung anbieten mit einer stets feucht gehaltenen Lehmpfütze.
Die Schwalben sind auf einen Brutplatz an oder in einem Gebäude angewiesen. Damit kommen sie dem Menschen näher als viele andere Vogelarten, da sie sich quasi einen Wohnsitz mit uns teilen.
Ohne Brutplätze an Gebäuden können sich die Schwalben nicht fortpflanzen und ihre Bestände sinken sonst noch weiter.