Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche:
Die 20 prämierten Fotos sind bis Mitte Februar in der Christkönigskirche zu sehen.
„Schaut genau hin, sie sind überall, auf dem Balkon, im Garten, auf der Wiese am See und im Wald, die kleinen Krabbeltiere, die Käfer, Fliegen, Bienen, Hummeln, Grashüpfer, Libellen, Schmetterlinge und Spinnen…“
Mit dieser Vorgabe waren 7 bis 14-jährige, die in Penzberg wohnen oder zur Schule gehen, mit Fotoapparat oder Smartphone auf Motivsuche. Jeweils drei Fotos konnten sie einreichen.
Zusammen mit Konrad Wothe, von der „Gesellschaft für Naturfotografie“ (GDT) als „Naturfotograf des Jahres 2025“ ausgezeichnet, hatte das Interreligiöse Umwelt- und Fairtrade-Team der Stadt Penzberg zum Fotowettbewerb aufgerufen.
Aus den Einsendungen wählte die Jury 20 Fotos aus, die am 23.01.2026 im Barbara-Saal des Pfarrzentrums Christkönig prämiert wurden. Die Preisträger wurden mit ihren Bildern gewürdigt und durften sich über verschiedene Gutscheine freuen.
Die Idee zum Fotowettbewerb „Die Kleinen ganz groß“ entwickelte das Interreligiöse Umwelt- und Fairtrade-Team, als es das Thema Artenvielfalt (Jahresthema 2025) aufgriff und die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Insekten und Spinnen für uns Menschen lenken wollte. Als Zielgruppe für den Wettbewerb haben wir die Kinder und Jugendlichen gewählt, weil sie unsere Zukunft sind.
Bis Mitte Februar sind die prämierten Bilder in der Christkönigskirche ausgestellt. Mehr Infos zum Fotowettbewerb: https://www.penzberg.de/stadtleben/fairtrade-stadt-penzberg-1/
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Übrigens: Insekten? = Lebenswichtig!
Ohne Insekten?
Insekten stehen ganz am Anfang der Nahrungskette aller höheren Lebewesen, einschließlich uns Menschen. Sie sind nicht nur die größte Gruppe im Tierreich, sondern auch die wichtigste.
Ohne Insekten und deren wichtige Bestäubungsarbeit gäbe es keine Blumen, aber auch fast kein Gemüse, fast kein Obst und fast keine Vögel mehr. Ohne Insekten müssten wir hungern und würden krank werden.
Insekten erfüllen außerdem viele weitere Funktionen im Ökosystem, z.B. beseitigen sie Abfälle, Kadaver und Fäkalien und verhindern so den Ausbruch von Seuchen.
Immer weniger Insekten, immer weniger Artenvielfalt!
Die Menge an Insekten-Individuen (die „Biomasse“) hat in den vergangenen 27 Jahren um 75% abgenommen. Es ist also gerade noch ¼ der Insekten übrig.
40 % der Insektenarten sind vom Aussterben bedroht.
Hauptgrund des Insektensterbens sind Umweltgifte, allen voran Ackergifte, also Insektizide, Herbizide und Fungizide, unter dem Begriff Pestizide zusammengefasst und meist beschönigend als „Pflanzenschutzmittel“ bezeichnet.
Auch die Armut an Pflanzenarten in den monotonen Anbauflächen z.B. von Energiepflanzen macht es den Insekten schwer.
Und nächtliche helle Lichtquellen locken zahlreiche Insekten an und werden für sie zur tödlichen Falle.
Neue Chancen!
Insekten brauchen artenreiche Wiesen mit vielen Blütenpflanzen, die nur selten gemäht werden, damit der ganze Entwicklungszyklus vom Ei über die Larve bis zum fertigen Insekt abgeschlossen werden kann.
Es hilft daher schon, im Garten einen Teil der Fläche als Wildwiese stehen zu lassen und viele heimische Blumen, Sträucher und Bäume zu pflanzen. Zierpflanzen wie z.B. die Forsythie haben für Insekten allerdings keinen Wert.
Ein „Insektenhotel“ am Haus oder im Garten aufzustellen ist eine gute Idee.
Wer Bio-Produkte kauft, stärkt die ökologische Landwirtschaft und hilft, dass weniger Gift in die Umwelt und auf unsere Teller gelangt. In der ökologischen Landwirtschaft, bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln darf kein Gift eingesetzt werden.
Schon damit kann man wieder mehr Lebensraum für Insekten schaffen, zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen und die Nahrungskette zu sichern für die „höheren Lebewesen“, einschließlich der Menschen.
Insekten, egal welche man mag oder nicht, bleiben auch für uns Menschen lebenswichtig.
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Foto ganz oben: Konrad Wothe
